Heimliches Verlangen

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BeitragThema: Heimliches Verlangen   Fr 22 Feb 2013 - 5:21

Eines Nachts, in aller Heimlichkeit...

...trafen sich fünf Katzen, um unter dem Stillschweigen der Nacht ihre Pläne zu schmieden. Heimliches Geflüster, ausgetauschte Informationen. Es scheinen keine Clangrenzen zu existieren, es herrscht Vertrauen zwischen den Katzen, was ansonsten wirklich ungewöhnlich wäre.

Wir spielen ein paar Tage vor dem jetzigen Rollenspieltag. Die Nacht ist sternenklar, es gibt keine Wolken. Eulen rufen, ein leiser Wind raschelt durch die Büsche am Ufer des kleinen Baches, der die Grenze markiert und den Treffpunkt der Katzen bildet.
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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Fr 22 Feb 2013 - 6:08

Leise schlich Nebelflügel aus ihrem eigenen Lager. Würde Eisblume auch kommen? Es war das vierte Treffen nach der Großen Versammlung und die Katzen rund um Schneehauch wussten nun voneinander. Und würde Glassplitter auch kommen? Aufregung durchzuckte die Kätzin, als sie an ihren Liebsten dachte. Gar nicht darüber nachdenken! Einfach überraschen lassen!

Mit leisen Pfotenschritten, jedoch schnellem Tempo näherte sich die Graue der Grenze der beiden Clans. Sie prüfte die Luft, doch noch war niemand hier. Ganz nah am Bach setzte sich die Kätzin auf einen Stein und war hellauf damit beschäftigt, die Umgebung nach Geräuschen und Gerüchen abzusuchen, die auf eine andere Katze oder eine Gefahr deuteten.
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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Fr 22 Feb 2013 - 6:40

Leise, ohne jeglichen Laut von sich zu geben, schlüpfte die Kätzin aus der Kinderstube und huschte über den Lagerplatz zum Ausgang des Lagers. Wie ein Schatten. Zwar ein leicht schwerfälliger, aber immer noch ein Schatten.
Sie sah sich um, doch Glassplitter war nicht hier. Okay. Sie gingen eigentlich nie gemeinsam los, zu auffällig wäre es, wenn sich alle Katzen gleichzeieitg losschleichen würde. Denn wenn man alleine raus ging und entdeckt wurde, konnte man immer noch sagen, man wollte zum Schmutzplatz oder man wollte einfach noch einen Nachtspaziergang machen.
Beim Ausgang angekommen, blickte sie sich um. Keine Wache. Sie wusste nicht, wer heute eingeteilt war, allerdings schien der seine Sache nicht sonderlich gut zu machen. Oder er hatte zum Schmutzplatz gemusst, was als zweiter Ausgang für sie gedient hätte, wäre der hier versperrt gewesen. Doch da er das nicht war, sprintete sie los, so schnell es eben mit ihrem rundlichen Bauch ging.
Sie genoss den Wind, der um ihre Ohren strich, als sie das Gebiet des HimmelsClans durchquerte, atmete tief die frische Waldluft ein.
Es dauerte eine Weile, immerhin war sie als hochschwangere Kätzin ja nicht sonderlich schnell, doch dann kam sie endlich beim verabredeten Treffpunkt an. Sie ließ ihren Blick herumschweifen. Nur Nebelflügel war da, sonst noch keiner.
Also schlüpfte sie aus den Schatten eines Farnes, in dem sie sich versteckt gehalten hatte und schritt lächeln auf ihre Freundin zu.
"Hallo, Nebelflügel!" begrüßte sie die silbrige Kätzin, die im Mondlicht richtig zu leuchten schien. Sanft berührte sie die Nase der Grauen, als Zeichen der Freundschaft. Ja, Nebelflügel würde ihr sicher immer zur Seite stehen. Zumindset glaubte Schneehauch das.
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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Fr 22 Feb 2013 - 8:38

Glassplitter öffnete die Augen und sah sich schläfrig um. Es war dunkel und er hörte das gleichmäßige Atmen seiner Clangefährten. Sie schienen alle zu schlafen. Er wollte sich umdrehen und weiterschlafen, als im einfiel, dass er nicht einfach weiterschlafen konnte. Er ärgerte sich über die eigene Dummheit und stand auf, wobei er darauf bedacht war, niemanden auch nur zu streifen.
Er schlich aus dem Bau und räkelte sich, als er hinaustrat. Er sah sich kurz um, konnte jedoch niemanden erkennen. Schneehauch war bestimmt schon losgegangen. Sie warteten nie aufeinander. Zu zweit war man lauter und auffälliger. Glassplitter lief los, wobei er wie beim jagen darauf achtete, keinen Laut von sich zu geben.

Schon von weitem sah er Schneehauch und Nebelflügel. Sein Herz schlug ein wenig schneller, als er die hübsche, graue Kätzin sah. Er war mehr oder weniger ihretwegen hier. Doch auch, um Amselstern zu entkommen. Er erhoffte sich bei Schneestern etwas besseres. Was genau, das wusste er nicht. Vielleicht strebte er auch einfach ein Leben mit Nebelflügel an.
Er lief auf die beiden Kätzinnen zu und sah sich um. Ansonsten schien noch niemand hier gewesen zu sein. Glassplitter war ein wenig erleichtert. Er lächelte den beiden fröhlich zu und setzte sich hin. Er warf Nebelflügel einen Blick zu und musterte sie. Fast hätte er geseufzt - sie war genauso schön, wie er sie in seinen Träumen gesehen hatte. Vielleicht sogar noch schöner!

»Hallo, ihr beiden!«, sagte er und musste feststellen, dass er ein wenig leiser redete als sonst. Wahrscheinlich aus Angst, jemand könnte sie beobachten und belauschen.

Sein Blick galt einzig und allein Nebelflügel, wobei er darauf bedacht war, dies Schneehauch nicht offen zu zeigen. Wahrscheinlich wusste sie es, aber es war dem Kater ein wenig unangenehm. Schließlich war Schneehauch die Gefährtin des Anführers und er wusste nicht, wie viel sie ihm erzählte. Wahrscheinlich nicht viel bis nichts, aber er war nicht sonderlich risikofreudig.
Es würden bestimmt noch andere Katzen kommen - oder? Wo blieben sie nur? Glassplitter hatte schon angenommen, der Letzte zu sein und nun waren nicht einmal alle da! Nicht, dass er enttäuscht gewesen wäre, aber komisch fand er das ja schon.

»Wie geht es dir, Nebelflügel?«, fragte Glassplitter, um die Stille zu überbrücken.

Er hatte gehört, dass Tintenstern wenig für den Clan tat und so ziemlich viel an Nebelflügel hängen blieb. Hoffentlich überanstrengte sie sich nicht, schließlich war es nicht leicht, einen Clan zu leiten. Nebelflügel schafft das schon. Sie ist stark und hat Führungsqualitäten.
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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Fr 22 Feb 2013 - 10:22

Ein Geräusch wie von Pfotenschritten näherte sich Nebelflügel, die erschrocken ins Wasser schaute und so tat, als hätte sie die halbe Nacht nur überlegend dagesessen. Wenn jemand, der nicht Schneehauch oder einer ihrer Anhänger war, hierher kommen würde, würde er nun denken, dass sie einfach nicht hatte schlafen können. Hoffte Nebelflügel zumindest.

Doch die Pfotenschritte entpuppten sich als die von Schneehauch und die Graue sprang mit einem Satz über den Bach, sodass sie die Nase der Weißen berühren konnte. Der Bauch der Kätzin war enorm angeschwollen, Nebelflügel empfang Freude, Sorge, Mitleid und Neid zugleich. Jetzt, wo sie Zweite Anführer war, war es nicht möglich für sie, Junge zu bekommen. Und wenn Tintenstern weiterhin so abgelenkt war, würde sie auch gar keine Zeit für Junge haben. Manchmal hatte Nebelflügel das Gefühl, dass ein gewaltiges Gewicht auf ihr lastete.

Du solltest nicht mehr so häufig aus deinem Lager“, wies Nebelflügel ihre Freundin liebevoll an. „Wir sollten uns erst nach der Geburt deiner Jungen wiedersehen. Du kannst doch jetzt nicht kämpfen!

Kurz war die silbergraue Kätzin vollauf damit beschäftigt, sich um ihre langjährige Freundin zu sorgen, denn sie hatte Angst, dass der Clan, von dem Schneehauch erzählt hatte, gar nicht zustande kommen könnte. Doch sie schluckte den Kloß in ihrem Hals herunter und schaute die nächste Katze an, die zu der kleinen Versammlung dazustieß.

Glassplitter“, miaute Nebelflügel.

Es war unmöglich, den liebevollen Klang in ihrer Stimme zu überhören. Er schien sich vor Schneehauch zurückzuhalten, doch da die Königin bereits auf der letzten Großen Versammlung vermutet hatte, dass da etwas zwischen den beiden Katzen lief, störte sich Nebelflügel nicht an ihrem Beisein.
Mit einem freudigen Sprung war sie bei ihrem Liebsten angekommen, rieb den Kopf kurz an seinem und wunderte sich wie immer, wie weich und glatt sein Fell war. Viel weniger plüschig als ihres. Ganz nah bei ihm setzte sie sich hin und ringelte ihren Schwanz leicht mit seinem ein.

Mir geht es jetzt sehr gut“, meinte sie und ein kleines Schnurren entfuhr ihr.

Ein peinlich berührter Blick in Richtung Schneehauch brachte sie in das aktuelle Geschehen zurück und sie rückte wieder ein Stück von ihm weg, nun nicht mehr in sein Fell gekuschelt. Doch ihren Schwanz ließ sie mit seinem eingeringelt.

Tintenstern war heute recht aktiv für ihre momentanen Verhältnisse... Doch ich habe das Gefühl, sie traut mir immer noch nicht. Obwohl ich den Clan bald mehr anführe als sie...
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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Fr 22 Feb 2013 - 10:41

Nebelflügel nannte seinen Namen und Glassplitter freute sich darüber, dass es so liebevoll klang. Ein wenig peinlich berührt sah er zu Schneehauch, doch Nebelflügel schien sich keine Sorgen zu machen. Na ja, vielleicht sah er die ganze Sache viel zu verklemmt. Er machte aus allem immer ein riesiges Drama - er sollte sich nicht wundern, wenn irgendwann niemand etwas mit ihm zu tun haben wollte.
Der Kater wusste nicht, was er jetzt sagen sollte. Er sah sich um und hielt Ausschau nach weiteren Ankömmlingen, als Nebelflügel zu ihm gesprungen kam und sich an ihn drückte. Glassplitter war im ersten Moment erschrocken, entspannte sich dann jedoch. Ein warmes Gefühl der Zufriedenheit durchströmte ihn. Er hatte das Gefühl, nur noch mit Nebelflügel glücklich sein zu können. Wenn es etwas wie die große Liebe des Lebens gab, dann war Nebelflügel seine. Er wollte nie wieder eine Andere.
Als sich Nebelflügel dicht neben ihn setze, berührte er mit der Schnauze sanft ihr Ohr und schnurrte leide, sodass Schneehauch es nicht hören konnte. Er scheute immer noch ein wenig vor der Weißen. Du schätzt sie vollkommen falsch ein. Sie wird eine gute Anführerin., sagte er sich und lächelte der Weißen kurz zu. Nebelflügels Schwanz ringelte sich um seinen.
Er hörte sich die Worte der Kätzin über die Anführerin ihres Clans an. Es klang nicht so, als sei sie wirklich glücklich über alles. Hoffentlich würde es ihr besser gehen, wenn die Zeit fortschritt. Glassplitter hoffte, dass sie in naher Zukunft offen zeigen konnten, was sie empfanden. Es war grausam für ihn, von ihr getrennt zu sein, was ihm immer wieder schmerzlich bewusst wurde, wenn er mit ihr zusammen war. Das schlimmste war, dass er es vor allen geheim halten musste. Er würde so gern mit anderen darüber reden, doch es war eben nicht möglich.

»Na ja, irgendwann muss sie dir ja trauen.«, bekräftigte er die Graue. Falls wir ihr genügend Zeit lassen., dachte sich der Kater, zeigte jedoch keinerlei Regung in diese Richtung.

Glassplitter sah hinunter auf Nebelflügel und fragte sich, was sie wohl dachte. Empfand sie wirklich das selbe wie er für sie. Er glaubte fest daran. Er glaubte es, an ihrem Blick zu sehen. Er musste zugeben, es war leichtsinnig von ihm, aber seitdem er Nebelflügel am Bach getroffen hatte, konnte er an nichts anderes mehr denken. Sobald er ihr plüschiges, graues Fell sah und in ihre großen, goldenen Augen blickte empfand er keine Müdigkeit mehr und alle Zweifel waren wie weggewischt. Sie gab ihm ein sicheres Gefühl und machte ihn glücklich. Es gab niemanden auf der Welt, der in seinen Augen so perfekt und vollkommen war wie sie.
Seine Pfoten kribbelten leicht vor Glück. Es würde einen neuen Clan geben, in dem er und Nebelflügel ein Leben zusammen führen könnten. Sie könnten so wie normale Gefährten zusammenleben und zusammen sein, so oft und so lange sie wollten. Seiner Meinung nach mindestens für immer.

»Also, was gibt es zu besprechen?«, fragte er, um die peinliche Stimme zu unterbrechen. Schneehauch hielt sie wahrscheinlich schon für vollkommen unbrauchbar.
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Engelsherz

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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Fr 22 Feb 2013 - 11:00

Schon seit einiger Zeit saß Tropfenpfote in dem Gebüsch, von wo aus er den Versammlungsplatz der kleinen Truppe gut beobachten konnte. Tropfenpfote war kurz nach Nebelflügel angekommen, allerdings war er schon vorher in der Gegend herumgestreunt um Ausschau nach Dye zu halten. So sehr wünschte er sich die Kätzin würde sich dem neuen Clan anschließen, doch leider war er ihr noch nicht begegnet um sie zu fragen.
Er beobachtete zuerst Nebelflügel, geräuschlos und gut getarnt hockte er nur im Gebüsch, als Schneehauch angelaufen kam. Zuerst dachte er die Kätzin würde ihn sehen, doch all ihre Konzentration war, nach Tropfenpfotes Meinung, darauf gerichtet ihre Kugel hierhin zu laufen ohne umzukippen. Er sah zu, wie die Beiden Freundinnen sich freudig begrüßten und kurz unterhielten.

Tropfenpfote roch Glassplitter noch bevor er ihn sah. Eigentlich hätte er seinen Schüler bemerken müssen, doch er hatte nur Augen für Nebelflügel. Nach einem kurzen Moment Rumgeschnulze der beiden glitt Tropfenpfote, noch immer gut getarnt, geräuschlos in die Senke und setzte sich schweigend hin. Wenn Nebelflügel und Glassplitter zusammen waren redete er nicht viel, sondern hing mit seinen Gedanken nur bei Dye.

You can tell she's a princess She doesn't need a crown You can tell she's a princess She'll turn the world around The shoulders are back You'll never see her slack And even if she falls She'll laugh and stand up tall
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Eisblume

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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Fr 22 Feb 2013 - 23:41

Eisblume wirkte etwas durcheinander als sie am besagten Treffpunkt ankam. Sie war sehr schnell gelaufen und hatte ein paar Schweißperlen auf der Stirn."Bin ich zu spät?" japste sie schwerz atmend. "Diese kurzen Beine sind einfach nicht fürs Laufen gemacht." Die Silbergraue setzte sich auf einen unbestimmten Platz und sah in die Runde. Die Heilerin war nicht gut trainiert und musste nur selten schnell rennen. "Vielleicht sollte ich ja mal bei einer Patrouille mitwirken... wenn im Clan doch sowieso nichts zu tun ist.. oder... ich trainiere meinen Schüler.." Bei dem Gedanken schauderte der Kätzin, jedoch wusste sie, dass es notwendig war. Sie konnte den Schüler nicht vollkommen ohne Kriegsausbildung lassen , allerdings war es fragwürdig, ob sie noch dazu kommen würde, mit ihm Kampftechniken zu trainiern. "Im Falle eines Notfals ist er hilflos dem Gegner ausgeliefert..." Eisblume wollte nicht mehr darüber nachdenken und schaute den Katzen um sich in die Augen.Die Nachtlut tat ihr gut. Half beim Beruhigen...
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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Sa 2 März 2013 - 21:10

Glassplitter bemerkte seinen Schüler aus dem Gebüsch auftauchen, doch er beachtete ihn nicht. Er hatte gerade keine Lust, sich mit seinem frechen Schüler auseinander zu setzten, vor allem nicht vor Nebelflügel. Er wandte den Kopf von seinem Schüler ab, lächelte jedoch kurz unbestimmt in seine Richtung.

Auch Eisblume kam zu ihnen. Sie wirkte völlig außer Atem und faselte irgendetwas von zu kurzen Beinen. Dann soll sie eben früher losgehen, dann kann sie sich Zeit lassen und kommt nicht zu spät., dachte sich Glassplitter, sprach den Gedanken jedoch nicht laut aus. Schließlich war Eisblume die Heilerin in Nebelflügels Clan und Nebelflügel würde sicher hinter ihr stehen.

»Du bist nicht zu spät, wir haben noch nicht angefangen.«, klärte Glassplitter die Heilerin und versuchte dabei, möglichst freundlich und fröhlich zu klingen. Er konnte seine Übermüdung nicht an anderen auslassen, vor allem nicht gegenüber Schneehauch. Sie würde ihn hochkant rauswerfen, da war er sich beinahe sicher.

Glassplitter sah sich um. Waren sie un vollzählig? Er hoffte. Morgen würde Amselstern ihn umbringen, würde er wieder so müde sein. Er konnte es sich nicht leisten, so wenig zu schlafen, aber für den unruhigen Schlaf konnt er ja auch nur teilweise etwas. »Fangen wir an?«, fragte er in die Runde, jedoch vor allem an Schneehauch gewendet.
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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Fr 8 März 2013 - 21:15

Ein Tritt gegen ihre Bauchdecke schmerzte sie und Übelkeit nahm ihr für kurze Zeit die Sinne. Manchmal hasste sie es wirklich, dass sie Junge erwartete. Außerdem, was war, wenn die die Geburt nicht schaffte. Wenn sie starb? Oder wenn ihre Jungen starben? Das einzige, was sie dann noch von Amselstern hätte, für immer fort? Nein, das konnte nicht sein! Das durfte ihr der SternenClan nicht antun.
Erneut ein Tritt, sie keuchte. Warum wurden diese Mäusehirne eigentlich immer in der Nacht wacht? Wütend schoss ihr dieser Gedanken durch den Kopf, doch sofort tat er ihr leid. Es waren ihre Jungen, ebenso die von Amselstern, es würden sicher einmal große Krieger aus ihnen werden. Einer vielleicht sogar Anführer. Es würden keine Mäusehirne sein. Das lag ihnen einfach in den Genen. Ein Lächeln zierte ihre Lippen. Doch es verschwand sofort wieder, als sie erneut Schmerzen durchzuckten. Sie würden vielleicht keine Mäusehirne sein, aber sie sollten verdammt nochmal aufhören, zu treten!
Ihr Herz raste, was die Jungen noch aufgewühlter machte. Sie spürte, wie sie herumzuckten. Tief atmete sie ein und aus, ein und aus, um sie wieder zu beruhigen. Und so beruhigten sich auch die Jungen, die Tritte wurden leichter, taten somit nicht mehr weh, es schien eher so, als wären sie da, um der Königin zu sagen, dass die Jungen noch da waren, was ihr ein Lächeln auf die Lippen zauberte.
Dann sah sie sich um, merkte, dass sowohl Tropfenpfote und Eisblume schon erschienen waren. Verwirrt blickte sie sie an. War sie wirklich so abgelenkt gewesen.
Gerade noch so nahm sie die Worte von Glassplitter war, die an sie gerichtet waren. Sie nickte, ging einige schritte vor, zuckte mit dem Schwanz zum Zeichen, dass die anderen einen Kreis mit ihr bilden sollten, wie eigentlich immer. So wurde sie gut verstanden, hob sich allerdings nicht zu sehr raus, sie wären eher mehr oder minder gleichgestellt. So würde sie besser akzeptiert werden, dass hatte sie bereits gut durchdacht. Die Kätzin tat wenig ohne bestimmten Grund oder Eigennutzen. Höchstens für eine Pfote voll Katzen würde sie sowas tun. Die meistan saßen gerade hier.
Sie überlegte, wo sie anfangen sollte. "Nun, ich wollte mit dem Clannmane anfangen." sprach sie dann mit bedachter Stimme, wägte jedes ihrer Worte genau ab. Sie musste ihre Truppe schließlich auch überzeugen. "Ich hatte mir.. WolkenClan überlegt. Unser Clan sollte den SturmClan und den HimmelsClan miteinander vereinen und so sollte auch der Name klingen. Und Wolken überziehen den Himmel bei einem Sturm, nicht wahr?" meinte sie, lächelte kurz leicht verschmitzt. Dann blickte sie in die Runde, wartete darauf, was ihre Clankameraden -ja, sie sah sie bereits als jene an- dazu zu sagen hatten.
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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Sa 9 März 2013 - 6:15

"Mir gefällt der Name. Er klingt schön in den Ohren." gab Eisblume als Erstes von sich. Ihre Atmung war wieder ganz normal. Merkwürdig war es, dass sie erst vor kurzem noch darauf gelauscht hatte, ob schon alle schliefen, um ungestört aus dem Lager zu schleichen. Das hatte heute leider etwas länger gedauert. Die Schüler haben sich unnötig lange gegenseitig wach gehaten. Wenn die so weiter machen, würde nie etwas aus ihnen werden... Unkenntlich zuckte die Heilerin mit ihrem Schwanz. "Aber ich wollte dich eigentlich etwas Anderes fragen, Schneehauch. Sovieles liegt noch im Ungewissen. Wie sieht es mit den Regeln, und der Rollenverteilung im neuen Clan aus? Wird alles so sein wie gewohnt? Und wo sollte das Lager des neuen Clans sein? Mir ist kein Ort im Wald bekannt, der groß genug wäre allen Waldkatzen zur selben Zeit Schutz zu bieten." Etwas ängstlich blickte sie der Schneeweißen in die strahlenden Augen. "Was geht in dieser werdenden Königign nur vor, dass sie sich solch einen Mut fassen kann, über so etwas auch nur nachzudenken. Dass sie andere dazu anstifte sich gegen das Gewonte aufzubäumen. Ihren eigenen Clan zu verraten, um einer Botschaft zu folgen." Und das war der Moment, indem sie sich noch nie so sicher war wie jetzt. Der SternenClan musste volll und ganz auf ihrer Seite stehen. Wäre es anders, wäre sie schon längst zusammengebrochen, oder hätte aus Versehn etwas ausgeplaudert. Da konnte sie auch noch so stramm und mutig sein. Respektvoll neigte Eisblume den Kopf und wartete auf die Antworteten, auf die vielen Fragen die sie gestellt hatte.
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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Do 4 Apr 2013 - 6:05

Sanft lächelte sie, als sie Eisblumes Worte hörte, mit Muttergefühlen überschwemmt. Aber nicht für ihre Jungen, sondern für ihren Clan. Auch er wäre dann ihr Baby und würde, gemeinsam mit ihren Jungen, aufwachsen. Doch anders als die würde er auch noch weiterleben und Geschichten schreiben, seine jugendliche Frische behalten, wenn man Schneehauch und alle anderen schon längst vergessen hätte.
Stolz blickte sie in das Gesicht jedes Einzelnen, fand die verschiedensten Gefühle darin. Aber vor allem Entschlossenheit. Und wusste mit einem Mal, dass sie es schaffen würden, ganz egal, was passieren sollte. Sie würden den Willen des SternenClans erfüllen, würden durchhalten, sich nicht unterkriegen lassen. Gemeinsam konnten sie alles schaffen, gemeinsam würden sie durch dick und dünn gehen. Und selbst wenn Schneehauch während dieses Kampfes sterben sollte, so wusste sie doch, dass diese Wenige, die ihr vollstes Vertrauen hatten, es schaffen würden, den WolkenClan doch zu errichten.
Mit einem neuen Ausdruck der Entschlossenheit, des Stolzes und des Vertrauens in sie alle gemeinsam blickte sie Eisblume an. "Ich danke dir, dass du diesen wichtigen Punkt angesprochen hast. Ich denke, wir werden die meisten der alten Regeln und Posten beibehalten, denn der SternenClan wollte einzig, dass ich einen neuen Clan bildete und nicht alles über den Haufen warf." meinte sie mit einem belustigten Schmunzeln. "Aber einiges wird wohl verändert werden müssen. Und das wollte ich lieber mit euch besprechen als alleine alles festzulegen. Wir sind eine Gruppe und müssen das auch gemeinsam schaffen." Um ihren Worten Nachdruck zu verleihen, nickte sie bestätigend, sah ihre Mitglieder fest an.
"Als Lagerplatz hatte ich über den Laubwald nachgedacht. Ich bin noch nicht dazu gekommen, aber ich habe vor, ihn demnächste zu inspizieren und nach einer Lichtung zu suchen, die groß genung für uns sein könnte." tat sie ihre Überlegungen kund. "Oder hat jemand von euch eine andere Idee?" fragte sie, blickte kurz zu Nebelflügel. Sie würde an ihrer Seite die Leitung übernehmen, möglicherweise wusste sie einen guten Platz. Vielleicht ja auch im SturmClan-Territorium. Immerhin kannte Schneehauch die Plätze dort nicht wirklich.
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BeitragThema: Re: Heimliches Verlangen   Sa 27 Apr 2013 - 4:33

Nebelflügel linste heimlich zu Glassplitter herüber. Der graue Kater sah im sanften Mondschein noch viel schöner und vor allem stärker aus, als er es bei Tageslicht sowieso schon war. Leise schmolz die Kätzin dahin, bis Schneehauchs intensiver Blick sie in die Gegenwart zurückbrachte.

Ja? Was? Achso..“, stammelte die Graue verwirrt, bevor sie sich wieder fing. „Laubwald... Ja, ich denke, das ist ein guter Ort. Vor allem liegt er außerhalb der Clanterritorien, ein scheinbar sauberer Ort, wenn ihr wisst, wie ich das meine...

Zögerlich blickte die Kätzin von Eisblume hin zu Tropfenpfote. Nebelflügel wollte sich nicht auf ehemaligem Clangebiet breitmachen, schließlich sollte es ein neuer Clan werden. Und die Gebiete der Clans waren nah genug am Laubwald dran, sodass die Katzen des neuen Clans, des WolkenClans, nicht verhungern würden.

Ich finde den Namen sehr schön, Schneehauch“, fügte sie noch leise hinzu.
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Heimliches Verlangen

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